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Es handelt sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparates, die chronisch und oft ohne Beschwerden verläuft. Wenn diese Erkrankung nicht erkannt und behandelt wird, kommt es langfristig zum Verlust der Zähne.
Wie entsteht eine Parodontose?
Ursächlich sind eine ungenügende Mundhygiene oder auch eine falsche Putztechnik zu nennen. An den Zähnen lagern sich Beläge (die sogenannte Plaque) ab, die die Ernährungsgrundlage für schädliche Bakterien bilden. Das Zahnfleisch reagiert auf die Ansiedlung dieser Keime mit einer Entzündung = Gingivitis. Der Betroffene erlebt dies meist durch Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder Essen.
Im weiteren Verlauf dieser Erkrankung wandern Plaque und Parodontitis-Bakterien vom Zahnfleischrand an der Wurzeloberfläche entlang Richtung Wurzelspitze. Es entstehen tiefe Zahnfleischtaschen und der Entzündungsprozeß zerstört langsam aber sicher den Zahnhalteapparat, bestehend aus Fasern und umgebenden Knochen. Die Zähne werden allmählich lockerer, weil sie ihre Verankerung im Kieferknochen verlieren, und fallen im Extremfall sogar aus.
Soweit muß es aber nicht kommen!
Wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird, sind die Erfolge einer Parodontose-Behandlung gut bis sehr gut.
Als erste Behandlungsmaßnahme erfolgt ein Training mit dem Patienten, um die Ursachen der Erkrankung zu beseitigen, d.h. die Mundhygiene und die Putztechnik werden im Rahmen einer intensiven Parodontose-Vorbehandlung verbessert. Der betroffene Patient wird nach wenigen Wochen als erstes Ergebnis schon einen deutlichen Rückgang der Entzündungssymptomatik feststellen.
Es folgt als wichtigster Behandlungsschritt die Entfernung der schädlichen Plaque und des entzündlich veränderten Gewebes aus den Zahnfleischtaschen sowie die Säuberung und Glättung der Wurzeloberflächen mit speziellen Handinstrumenten unter Lokalanästhesie. Unterstützend kann der Laser eingesetzt werden. Nach erfolgter Behandlung strafft sich das Zahnfleisch und die Zahnfleischtaschen schließen sich.
Um das gute Behandlungsergebnis langfristig zu sichern, sollte der Parodontose-Patient in engmaschigen Intervallen zu Kontrolle kommen und am Prophylaxe-Programm der Praxis teilnehmen.